Nanotechnologien: Was sollten sie uns bringen? Ihre Meinung

Medizin

Nanotechnologie und Medizin

  • Wir leben in einer Zeit, in der sich die Demographie der Industrie- und Entwicklungsländer ständig verändert. Lebensstilbedingte Krankheiten und Überalterung sind die Normalität. In Hinblick auf diese Situation können Nanotechnologien dabei helfen, die Ausbreitung einer Krankheit zu verhinern, da eine frühere Diagnose ermöglicht wird und PatientInnen auf mehreren Stufen behandelt werden können.

  • Verwendung von Nanotechnologie zur Erkennung von Krankheiten

    Je früher eine Krankheit, z.B. Krebs, erkannt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese geheilt werden kann. Nanotechnologien ermöglichen neue Diagnosegeräte, durch die sehr kleine Mengen an Proteinen, die mit bestimmten Krankheiten assoziiert werden, erkannt werden können. Eine frühere Erkennung einer Krankheit verbessert die Chance einer erfolgreichen Behandlung.

  • Verwendung von Kohlenstoffnanoröhrchen zur Herstellung von Knochen

    Die WissenschaftlerInnen studieren derzeit Möglichkeiten, „künstliche Knochen“ herzustellen, um Knochen innerhalb des Körpers zu regenerieren und einige der Schwierigkeiten und Einschränkungen der herkömmlichen Knochenimplantate zu überwinden. Eine Idee ist es, einige der natürlich in Knochen vorkommenden Moleküle zu verwenden und zu veranlassen, dass sich diese spontan in einer höheren Ordnungsstruktur neu anordnen. Dadurch entstehen Nanofasern, die ein Gel produzieren, das als eine Art „Klebstoff“ bei Knochenbrüchen verwendet werden könnte oder ein Gerüst aufbauen könnte, auf dem sich andere Gewebe regenerieren könnten.

  • Nanopartikel-Medikamente für die Krebstherapie.

    Was wäre, wenn es eine Behandlung gäbe, die nur auf die Krebszellen abzielen und die gesunden Zellen unberührt belassen würde? Durch Nanotechnologie wird dies vielleicht eines Tages möglich sein. ForscherInnen an der Rice University in Houston haben die Verwendung von Nanopartikeln mit 120nm Durchmesser mit goldener Schale für die Bekämpfung von Krebstumoren demonstriert. Die Nanoschalen könnten Krebszellen binden, indem Sie Antikörper oder Peptide an der Nanoschalen-Oberfläche binden. Sobald sich die Nanoschalen an die Krebszellen anbinden, können diese durch einen externen Infrarot-Laser einzeln entfernt werden.

  • Nanotechnologie und Schmerzlinderung

    Stellen Sie sich vor, bei Schmerzen Pillen zu sich zu nehmen, die nicht nur kleiner, aber auch bis zu neun Mal so effizient sind. Durch Nanokristalle können Medikamente leichter absorbiert werden und ihr Ziel innerhalb des Körpers leichter erreichen.

  • Potentielle Risiken

    Mehrere Arten von Nanomaterialien, wie Lipide oder polymere Nanokapseln, werden bereits in Arzneimitteln verwendet, die heute auf dem Markt sind. Diese Medikamente müssen einen strengen, gesetzlich geregelten Abnahmeprozess durchlaufen, bevor Sie auf den Markt gebracht werden können, einschließlich mehrerer klinischer Studien. Von manchen Seiten wird allerdings argumentiert, dass die Verwendung von Nanomaterialien in der Medizin etwas Neues ist und Ungewissheiten darüber bestehen, wie Nanomaterialien im menschlichen Körper abgebaut werden und welche längerfristigen Nebenwirkungen diese haben könnten. Diese KritikerInnen argumentieren, dass ein dedizierter Rechtsrahmen für den Einsatz von Nanomaterialien in der medizinischen Behandlung geschaffen werden sollte.

  • Zusätzliche Ressourcen

    Videos:

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About nanopinion

  • NanOpinion ist ein EU-finanziertes Projekt, das 17 Partner aus 11 Ländern mit dem Ziel zusammenbringt, die öffentliche Meinung zu dem zu analysieren, was sich die Bevölkerung von Innovation mit Nanotechnologien erhofft. Das Projekt richtet sich an BürgerInnen mit besonderem Fokus auf schwer zu erreichende Zielgruppen, d. h. Personen, die man gewöhnlich nicht dort findet, wo Meinungen zu Nanotechnologien aus erster Hand abgegeben werden.
  • Der Dialog wird online und mithilfe spezieller Umfrage-Aktivitäten in 30 Ländern unter Verwendung unterschiedlicher Teilnahmeformate gefördert.
  • Um eine fundierte Diskussionzu fördern veranstalten wir außerdem eine weitreichende Presse- und Soziale Medien-Kampagne und bieten ein Respositorium mit über 150 Quellen an.
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