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Deutsche Verbraucher diskutieren über Nanoprodukte

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Deutsche Verbraucher diskutieren über Nanoprodukte

Mo, 30 Jun 2014
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Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat vom 03. bis 05. Juni 2014 drei Fokusgruppendiskussionen mit deutschen Verbrauchern durchgeführt, in denen die Teilnehmenden über Nanotechnologie, Nanoprodukte sowie ihre Kennzeichnung diskutierten. Die drei Gruppen bestanden aus 8 bis 9 Teilnehmenden und waren unterschiedlich zusammengesetzt. Eine Gruppe setzte sich aus 8 Frauen, eine aus 9 Männern und eine aus 4 Frauen und 5 Männern zusammen.

Inhaltlich diskutierten alle drei Gruppen dieselben Themen. Zunächst wurde besprochen, was die Teilnehmenden von Nanotechnologie gehört und welche Erfahrungen sie gegebenenfalls mit Produkten gemacht hatten, die auf Anwendung von Nanotechnologie beruhten.

Anschließend wurden den Teilnehmenden verschiedene Produkte präsentiert. Einige Produkte bewarben offen die Verwendung von Nanotechnologie, während andere dies nicht taten. Die Teilnehmenden diskutierten den wahrgenommenen Nutzen der Nanotechnologie für diese Produkte und sprachen auch über die Fragen, ob und wenn ja, wie die Produktkennzeichnung von Nanoprodukten aussehen sollen. Dabei wurde auch diskutiert, wie die EU-Kennzeichnungspflicht von Nanotechnologie bei Kosmetika und Lebensmitteln von den Teilnehmenden gesehen wurde.

Die Diskussionen der drei Gruppen wurden auf Video aufgezeichnet und werden zur Zeit einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Hier sollen einige kurze erste Eindrücke geschildert werden.

Insgesamt zeigte sich bei der Männergruppe und der gemischt-geschlechtlichen Gruppe eine positive Einstellung gegenüber Nanotechnologie und ihrer Anwendungen in Verbraucherprodukten. In der Frauengruppe dominierte eine skeptische Grundeinstellung. Bei allen Gruppen relativierte sich eine anfänglich neutral bis positive Grundeinstellung, sobald den Teilnehmenden Informationen über mögliche Gesundheitsrisiken durch Nanopartikel zur Verfügung gestellt wurden.

Bezüglich der Produktkennzeichnung gab es eine Mehrheitsposition, die eine klare Kennzeichnung forderte, um die Entscheidungsfreiheit des Konsumenten zu gewährleisten. Eine Minderheitenposition hielt eine Kennzeichnung nicht für erforderlich. Die Minderheit argumentierte dabei, dass nicht klar sei, warum Nanotechnologie so anders sein soll als andere Inhaltsstoffgruppen, die auch nicht gekennzeichnet werden. Alle Gruppen empfanden es als nicht nachvollziehbar, dass die EU-Kennzeichnungspflicht für Nanotechnologie in Kosmetika vor der, als wichtiger wahrgenommenen, Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel in Kraft getreten ist.

Alle Gruppen waren überrascht, wieviel Anwendungen der Nanotechnologie in Verbraucherprodukten es bereits gibt und wie oft Nanotechnologie heute schon im Alltag anzutreffen und nicht mehr nur Science-Fiction ist.

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